2008-01-11

Seetag/Day at Sea 6 auf der/on QUEEN VICTORIA

Sorry - but my first blogs were only published in German. Therefore please use a translator service like with Google to get a rough idea what I wrote then. Thanks for understanding.


Nun um es vorweg zu nehmen: Es war ein toller und schöner Tag.

Zunächst haben wir mal das Fitness-Studio besucht, wo alles steht, was das Herz begehrt. Ich versuche mich auf dem Cardio-Trainer und genieße es dabei die Stummfilm-"Klassiker" zu sehen, wie "Harry Potter", "Ratatouille", "Mitten ins Herz"... Ich konnte leider keinen Ausgang für Kopfhörer entdecken, hätte aber sowieso keine Lust gehabt, extra wieder auf Deck 4 zu laufen, um sie mir zu holen...





Weiter geht es zum Frühstück, bei dem wir endlich den "White Star Service" erleben, der uns versprochen wurde. Unsere drei Kellner sind diese Extra-Mile gelaufen. Da wir ja die Paniermehl-Brötchen nicht so sonderlich mögen, wollten wir halt wieder die "White Rolls", die wir zwei Tage zuvor hatten und so im Stil von Rosinenbrötchen ohne Rosinen waren. Als wir danach fragen, sagt man uns, dass wir wohl die Brioche-Brötchen meinen, die allerdings an jedem Tag etwas anders aussehen und dass wir sie daher auf dem Tablett nicht erkannt haben.





Übrigens wird uns nochmals in Ruhe gezeigt, wie man eine Zitrone auspresst, ohne, dass sie man sie mit den Fingern anfasst.

Auf dem Tablett gibt es nur noch drei, so dass wir sie alle drei bekommen. Als wir dann um ein weiteres bitten, dauert es einen Moment, aber für uns ist man tatsächlich in die Bäckerei nach unten gelaufen, um welche zu besorgen. Diese echte Extra-Mile ist uns natürlich auch zusätzliches Trinkgeld wert. Einfach klasse - und ohne, dass wir in der Grill-Klasse sind.



Hier ist übrigens: Freddie Finton aus "Dinner for one" - er bringt wirklich jeden Morgen mit seiner Show die Leute zum Lächeln und man hat wirklich einen guten Start in den Tag.



Das sind übrigens die schönen Tische am Heck und danach folgt das "Bermuda-Dreieck" (Die drei Service-Stationen, die einen 4-er Tisch einschließen) - Übrigens rennt hier gerade Magdalena aus Polen durch das Bild - sie ist auch jemand, der Sonne in den Morgen bringt, auch wenn es draußen stürmt und schneit.





Wir gehen weiter zur deutschen Ecke, wo man sich darüber aufregt, dass wohl Domestos in die Klimaanlagen gekippt werden uns sie ständig husten müssen. Da wir nichts davon bemerken, gehen wir mal davon aus, dass es vielleicht eine Kabine ist, in dem vorher der Norovirus zu Gast war, und das vielleicht eine Sondermaßnahme ist. Andere Gäste bemerken auch nichts. Ansonsten wird sich über übervolle Aschenbecher aufgeregt. Ein Herr sucht mich auf, weil er erfährt, dass ich Mitglied bei cruisecritic.com und meint, dass er dort Mitstreiter für eine Klage findet. Ich muss ihn ernüchtern, weil ich ja den Rest kenne. Mich interessiert seine Meinung. Er ist auf Weltreise und hat in den USA gebucht. Ich frage ihn nach seiner Kreuzfahrterfahrung. Er findet das Essen extrem schlecht, was wir alle nicht nachvollziehen können und meint, dass alles in minderer Qualität sei. Auch das kann keiner von uns in der Runde feststellen. Die Hardware-Probleme brauchen wir hier nicht zu wiederholen. Als dann er aber meint, dass das Essen immer ungesalzen kommt, erklären wir ihm, dass der Salzstereuer eben nur ein Loch hat. Er wartet jetzt darauf, dass die US-Anwälte in New York zusteigen und möchte sich einer Klage anschließen.

Weiter geht es wieder zu Todd English, in dem wir den Maine Crab Cake nachholen, den wir zuvor verpasst haben und kommen auch endlich in den Genuss des tollen Croissants mit dem Hummerfleisch. Ein absolutes Muss... Hier genießen wir zum letzten Mal vor unserer Ausschiffung wieder den perfekten Service, das perfekte Essen und das perfekte Ambiente.









Ich entscheide mich für Ente à l'Orange, weil ich nun doch schon genug Hummer habe. Schade, dass nicht wie bei NCL einen zentralen Ort gibt, wo man vorher sich alle Speisekarten angucken kann, um etwas planen zu können.

Die Baked-Alaska-Parade (übrigens von Bettina als Norwegisches Eisomelette übersetzt...) gibt es nicht, weil die DeckenUnterhöhe auf der QUEEN VICTORIA viel zu niedrig ist. Dafür gibt es die Parade der Köche, bei der geklatscht wird, und unser Eis schmilzt. Falls einem der Petit-Four bekannt vor: es ist die Mini-Version meines Tirami-Sus vom Mittag. Als ich nach einer schokoladen-überzogenen Erdbeere frage, bekomme ich fünf Stück, die ich mit den anderen am Tisch teile. Sehr gut! Nicht so zermatscht, wie bei RCCL.

















Wir gehen auf die Kabine kurz zurück und lesen die Nachricht von bananenboot. Sofort habe ich ein schlechtes Gewissen und renne nochmals zum Britannia-Restaurant und frage für "Oma Katharina" nach Sandra. Sandra kennen wir bereits von der QE2 und erst jetzt bekommen wir mit, dass sie eine Deutsche ist, da wir bislang immer in Englisch gesprochen haben. Sie ist furchtbar überrascht und muss darüber herzhaft lachen. Das Originalbild folgt noch, wenn ich in Deutschland zurück bin. Auf dem Weg aus dem Restaurant erkläre ich kurz dem Maître den Hintergrund nach der Suche nach Sandra. Nicht dass er denkt, dass es ein Problem gab...



Das Theater betreten wir über Deck 1, deren verschlungenen Wege uns direkt in den vorderen Parkett führen. Auch heute Abend gibt es immer noch keine Produktionsshow, so dass wir eine Musical-Sängerin vom Londoner Westend mal uns ansehen. Es ist schon toll, wenn man Live-Musiker auf der Bühne hat. Die gute Dame liegt uns nicht so. Ich weiss nicht, ob es typisch britisch ist, wenn man in der Zwischenmoderation, ständig versuchen muss, einen Kalauer unterzubekommen. Mein Fall ist es nicht so ganz, aber der Besuch hat sich trotzdem gelohnt, damit man am Schluß von Alistaire erfährt, dass die Produktionsshow storniert wird. Man hatte keine Gelegenheit angesichts des Seegangs mit dem in Southampton zugestiegenen Teams zu proben, so gibt es lediglich wieder ein paar Wiederholungen der bisherigen Künstler, sowie Auszüge aus neuen Produktionen. Absolut nachvollziehbar, enttäsuchend ist bloß die mangelhafte Kommunikation, die allerdings für alle wiederum gilt. Mittags gab es keine Brückeninformationen, selbst die Rezeptionisten können sich nicht daran erinnern eine gehört zu haben. Kurzerhand wird mir erklärt, dass ich mich wohl im falschen Teil des Schiffes befunden hätte und daher nichts hören konnte. Leute, ich weiss ja schon, dass ich auf dem falschen Schiff bin und alles an mir und meiner Sichtweise liegt: Deswegen kann ich darüber nur den Kopf schütteln und denke mir: übermorgen bist du ja in New York... Die Leute vom Purser's Desk können es wohl nicht anders...





Unterwegs fallen schon die Teilnehmer des Ascot-Balls in Auge.







Die Genehmigung diese Dame hier in meinen Blog reinsetzen zu dürfen, liegt mir vor.

Im Zimmer liegt zwischenzeitlich eine Urkunde, dass wir an der Jungfern-Transatlantik-Überfahrt teilgenommen haben.



Leider hat sich inzwischen durchgesprochen, wie toll der Commodore Club tagsüber ist, so dass wir nachtmittags niemanden finden, die wir normalerweise antreffen. Abends wollen wir dann zu "Edelweiss" doch nicht mitsingen:



Wir besuchen die Bar "Hemispheres" gegenüber, weil unsere Tischnachbarn es uns empfohlen haben. Es ist wirklich eine tolle Band und sehr vielseitig. Ich habe sie bislang nur als Raggae-Band wahrgenommen. Weil aber Raggae nicht meine Welt, bin ich niemals auf die Idee gekommen, deren Auftritte zu besuchen und ich habe es an diesem Abend bedauert, nicht schon früher da mal gewesen zu sein. Als allerdings "Kingston Town" von UB40 dann gesungen wurde, wurde es Zeit zu gehen. Die cruisecritic.com-Mitglieder warten schon auf uns zum letzten Meeting. Leider taucht Anja nicht auf - offensichtlich ist es meine Schuld, dass für die anderen kein besonderes Treatment mehr kommt.



Danach geht es auch schon ins Bett und mitten in der Nacht wache ich auf, um meinen nächtlichen Rundgang zu machen, den auf anderen Schiffen auch gemacht habe, um mal in Ruhe die Schönheiten zu entdecken.

Davon gibt es aber wie damals bei der COSTA CLASSICA ein separates Posting.

In diesem Sinne: Der letzte Tag auf dem Schiff bricht an und ich muss noch die restliche Zeit von meinem Minuten Package absurfen. Eine Erstattung will man nicht akzeptieren. Auch nicht, dass ich gerne zu den Zeiten gesurft hätte, wenn es mir passte und nicht wenn es dem Schiff passt... Aber wir lernen am Purser's Deck jeden Tag was neues hinzu: Die Passagiere sind für das Schiff, nicht das Schiff für die Passagiere...

Gruß
HeinBloed


Und wie man sieht:

QE2 fährt neben uns her...



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