2008-01-08

Seetag/Day at Sea 3 auf der/on QUEEN VICTORIA

Sorry - but my first blogs were only published in German. Therefore please use a translator service like with Google to get a rough idea what I wrote then. Thanks for understanding.


Hello from Silicon Valley, onboard of QUEEN VICTORIA!

(Mehr dazu später...)

Vielen Dank indalo, behri, Uwe, Peter und Fozzie Bär für die Anschrift vom Red Lobster in New York. Ich denke, dass der Besuch sich erübrigen wird. Zufällig trafen wir im Fahrstuhl den Food und Beverage Manager und ich habe ihn offensichtlich auf meine Eindrücke angesprochen. Es wird wohl noch besser... Wir werden es sehen. Auch scheint sich die Grundstimmung beim Personal zu verbessern. Zumindest nehmen wir jetzt öfters wahr, dass wir gegrüßt werden.

Und nun an millis Glashaus ein paar Worte:

Du wirst feststellen, dass es bei dir schon ganz anders laufen wird.

Jeden Tag stellen wir fest, dass etwas verbessert wird:

So werden diese Fusseln an den Ecken der Teppichböden (endlich) mal weggemacht.

Der Ton im Fernseher ist zeitweise regulierbar. Im Moment können wir ganz erträglich einzelne Programme sehen, wobei es wiederum nach Programm schwankt.

Du brauchst dir wegen des Essens keine Sorge zu machen:

Continental Breakfast von 04.00 Uhr bis 06.30 Uhr
Frühstück von 06.30 Uhr bis 11.30 Uhr
Mittagessen von 11.30 Uhr bis 15.00 Uhr
Nachmittagssnack von 15.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Abendessen von 18.00 Uhr bis 23.00 Uhr
Late Snack von 23.00 Uhr bis 04.00 Uhr

Ihr werdet daher nicht verhungern.

Falls Ihr nicht mit einem Schrankkoffer anreist und eine Suite bewohnt, in der ihr Platz genug hättet, den Schrankkoffer auch aufzustellen, dann bleibt euch nichts anderes übrig, als das Reifrock-Kleid zu Hause zu lassen. Du würdest damit hier aber definitiv auffallen!

Andererseits eine Waschladung (Weichspüler und Trocknertücher müssen mitgebracht werden. Waschpulver wird gestellt.) dauert nur 20 Minuten und mit Trocknen nochmals 40 Minuten (je nach Menge und Art). Da kannst du mehr zu Hause lassen und dafür dein Kleid mitnehmen.


Lieber Uwe und lieber behri,

danke für eure Mails, die alle angekommen sind.

Das Schiff ist ein tolles Schiff und eine Reise auf ihr ist alle mal Wert.

Ich bin nur zum falschen Zeitpunkt hier auf dem Schiff - viel zu früh: ich hätte den nächsten Werftaufenthalt abwarten sollen. Andere Cruiser meinten zu uns, dass sie frühestens sechs Monate oder zum Ende der Verträge der 1. Besatzung eine Cruise erst buchen.

Machen wir es kurz: ich habe den Eindruck, dass man eigentlich noch nicht so weit war und unbedingt den Termin 11.12.2007 halten wollte, um nicht schon wieder eine Reise absagen zu müssen. Hätte man die erste Reise abgesagt, hätte man vermutlich die Zeit gehabt, hier in Ruhe alles in Ruhe sauber auszuführen, um auch die Crew die nötige Ruhe zu geben sich untereinander und mit dem Schiff vertraut zu machen.

Machen wir es einfach: 200 EUR/Nacht in einer Außenkabine mit eingeschränkter Sicht. Nennt mir mal das letzte Schiff, bei dem ihr die Summe ausgelegt und was ihr als Gegenwert dafür bekommen habt.

Machen wir es besser: denkt mal an die preiswerteste Kreuzfahrt (X EUR/Nacht), die ihr gemacht habt und was ihr als Gegenwert bekommen habt.

Bis dass ihr bucht und mit ihr fahrt, kann die Situation vollkommen anders sein. Und sie wird von Tag zu Tag anders.

Seitdem wir nun einmal 50 EUR/Nacht auf der MSC MUSICA gezahlt haben, erwarten wir entsprechend mehr für 200 EUR/Nacht - und eben nicht nur den Namen CUNARD.

Wenn wir jedoch feststellen, wir zahlen mehr und wir bekommen weniger bzw. gleich viel, nur das leider nicht in der gleichen Qualität, dann ist es schlicht und einfach frustrierend. Im Moment können wir einfach keinen echten Mehrwert, der die Summe rechtfertig feststellen! Wir haben für die LILI MARLEEN, BLACK PRINCE, MSC MUSICA und NORWEGIAN SPIRIT weitaus weniger bezahlt und haben dafür vieles bekommen, was hier auch "Standard" ist.

Großartige Schiffe sind auch die JEWEL OF THE SEAS, GOLDEN PRINCESS, NORWEGIAN DREAM und QUEEN ELIZABETH 2, aber da ist der Funke bislang nicht übergesprungen, was uns aber nicht davon abhalten würde, nochmals zu buchen.

Nur den "Schrotthaufen" COSTA CLASSICA müssen wir nicht mehr selbst erleben, wobei diese Fahrt uns nicht davon abhalten würde ein anderes COSTA-Schiff selbst zu testen.

Um die QUEEN MARY 2 und QUEEN ELIZABETH zu erleben, würden wir sogar an Bord eine Anzahlung leisten, falls es mit Benefits verbunden ist - nur es wird von den Gästen angenommen, die in den USA gebucht haben, wegen Buchungsproblemen im Computer. Schade, dass Stift und Papier an Bord abgeschafft wurden... Ihr seht also: wir lassen uns nicht von den Ereignissen hier an Bord abschrecken, eine Linie ganz zu streichen. Nur setzen wir die Erwartungen weiter nach unten und würden nur dann zuschlagen, wenn sich ein entsprechendes Schnäppchen ergibt - aber niemals mehr zun den vollen Preisen buchen, weil das vermutlich überzogen ist.

Am ehesten ziehen wir noch die Vergleiche mit NORWEGEIAN GEM und PEARL, weil wir beide Schiffe genauso in ihrer Anfangszeit ihrer Karrieren erlebt haben und da waren viele "bauliche Mängel" nicht so offensichtlich wie hier auf der QUEEN VICTORIA. Auch wieder hier spielte die tolle Crew eine große Rolle.

Es fällt uns einfach schwer, zu entdecken, was hinter dem Begriff "WHITE STAR SERVICE" steckt. Die TITANIC der WHITHE STAR LINE ist untergegangen und die WHITE STAR LINE selbst mit CUNARD zwangsfusioniert. Ist der "untergegangene" Service oder muss es vielleicht "WHITE GLOVED SERVICE" heißen, weil die Sandwiches zum TeaTime in weißen Handschuhen serviert werden?

Und hier fällt es eben sehr auf, weil es offensichtlicher ist:

Beispiel von gestern Abend.

Am Deck 1 wartet ein Deck Steward am Fahrstuhl.

Er grüßt mich mit "Good Evening Sir" und ich grüße zurück.

Er läßt mir als Gast den Vortritt.

Im letzten Moment steigt noch ein anderer Schiffsmitarbeiter im Smoking (mit Namensschild) in seinem Zeitungsblättchen vertieft in den Fahrstuhl und nimmt mich vermutlich auf einer Souvenir-Nadel von CUNARD als Butler war und sagt ohne aufzugucken: "Four". Auch er wird von dem Deck Steward freundlichst mit "Good Evening Sir". Weder mein Drücken auf die Etage noch der Gruß des Deck Stewards werden mit einem "Thank you" bzw. "Good Evening" erwidert. Ich fand das peinlich und so komme ich in meine "Chef-Rolle" zurück, die ich im Beruf habe und meine zum Deck Steward, was er eigentlich macht, wenn niemand an Deck ist. Es ging nicht darum, dass ich ein Gespräch leiten muss, sondern dem Deck Steward zu signalisieren: Der andere hat dich nicht wahrgenommen, aber ich nehme dich wahr! Da ich ja auch auf Deck 4 aussteigen muss, weil ich ja nicht der Butler bin, überlässt mir der Schiffsarbeiter auch nicht als Gast den Vortritt, weil er mich immer noch nicht wahrnimmt. So etwas ärgert mich! Andererseits bestätigt sein Verhalten das Verhaltensmuster von Harald Schmidt als Gentleman Host bei der Einschiffung im ZDF-Traumschiff: So einer könnte es gewesen sein, der sich eher zu den Passagieren, als zum Personal zählt.

Es geht aber auch anders: Der F&B Manager ist bereits im Fahrstuhl. Und genau das was ich erwarte, passiert: er grüßt, wenn ich als Gast den Fahrstuhl betrete und hilft unsicheren Gästen mit Hinweisen, wo sie aussteigen sollen. Er verlässt nach uns den Fahrstuhl mit Blickkontakt und den guten Wünschen für einen schönen Tag. So ergreife ich auch die Chance ein paar Worte mit ihm zu wechseln und meine Eindrücke soweit zu vermitteln. Ansonsten nehme ich so gut wie gar keine Senior Offiziere hier an Bord wahr.

Ich stelle aber auch fest, dass die Stimmung steigt. Die ganzen Kabinenstewards in den Gängen sind jetzt wohl relaxter. Sie grüßen jetzt auch, so wie wir es von anderen Schiffen her gewohnt sind.

Restaurant- und Barmitarbeiter, die man in den Gängen trifft 50:50.

Und die Mitarbeiter der Rezeption fühlen sich so auf einen hohen Ross, dass man von denen wirklich nur wahrgenommen wird, wenn man sich am Purser's Desk ansteht. Vor allem hat man immer das Gefühl (wie auf der QE2 auch), dass sie sich belästigt fühlen. Sie geben mir nicht das Gefühl, dass sie sich dafür interessieren, was ich als Passagier will, sondern in erster Linie habe ich das so zu machen, wie sie es wollen. Beispiel: Unterschrift des Kapitäns im Berlitz-Führer. Auf allen anderen Schiffen: keine Diskussion - das Buch wird weitergeleitet. Hier erstmal: Nein - der Kapitän unterschreibt nichts von Passagieren und wünscht keine Post von Passagieren. Dann ich: aber ich habe gestern mit dem Kapitän gesprochen. Dann sie: dafür gibt es einen extra Tag, an dem der Kapitän Autogramme gibt. Dann ich: wo finde ich bitte das Büro des Kapitäns? Dann sie: da kann ich nur für sie anrufen. Als sie anruft und nachfragt, wird bestätigt, dass das Buch herauf darf. Eine absolut unnötige Diskussion!

Überhaupt wenn man versucht die Rezeption versucht anzurufen: Es läuft immer die Warteschleife, dass sie überlastet sind und keine Gespräche entgegen nehmen.

Nächstes Beispiel: In dem Buch habe ich eine Nachricht für Kapitän Paul Wright reingelegt, die im Laufe des Abends durch ein Schreiben von dem Hoteldirektor erwidert wird. Ich möchte den Termin am Purser's Desk bestätigen lassen. Ich: würden Sie bitte im Büro ausrichten lassen, dass ich den Termin wahrnehmen möchte. Sie: Können Sie mir das bitte aufschreiben, damit ich die Nachricht weiterleiten kann? Und zwischenzeitlich diskutiert sie, während sie mit mir spricht fast gleichzeitg mit ihrer Kollegin um zu erklären, welche Nationalitäten welche Zeitungen bekommen, was ja wichtiger ist, als mich erst mal zu Ende zu bedienen. Sorry, aber das kenne ich (bis auf COSTA CLASSICA und QUEEN ELIZABETH 2) komplett anders!!!

Es sind also die kleine Dinger des Lebens, die mir den Tag verderben oder nicht. Bis zu einer gewissen Dosis erträglich und akzeptabel. Nur derzeit leider in einer Dosierung, die mir zu hoch ist und den Tag verdirbt.

Und da finde ich es extrem wichtig, dass eben beim Frühstück alles läuft:

Wir bestellen grünen Tee.

Der Hilfskellner bringt ihn zur Service-Station um ihn wegzuschließen ohne uns den Tee einzuschenken.

Wenig später fragt wieder jemand ob wir Kaffee wollen. Nein - wir wollen grünen Tee.

"Unseren" grünen Tee haben sie aber kurzerhand Gästen serviert, die nach uns kamen - Als wir nach mehr verlangen ist natürlich keiner mehr da.

Ansonsten freue ich auch darüber, dass ich wieder meine Egg Benedict auf Lachs habe. Aber warum kann das "Besondere", dass bei NCL Standard ist, nicht allen Gästen angeboten werden?







Der Früchteteller sieht doch klasse aus und wurde auf der QUEEN VICTORIA mir serviert. Aber auf der Karte ist er gar nicht so drauf, weil sich keiner die Mühe macht, und man eigentlich einen reinen Melonenteller oder einen Fruchtsalat, der aber nur aus Melonenstücken besteht erhält. Dabei gibt es den auch in einer kleineren Version in einer Schale. Aber warum muss ich erst danach fragen? Warum wird es nicht einfach angeboten?

Oder die Anordnung der Tische zwecks Gewinnmaximierung.

Wir werden an einen Tisch platziert, die durch eine Wand in Kopfhöhe an eine Servicestation grenzt.

Irgendwann kann man die Streitereien zwischen Haupt- und Hilfskellnern nicht mehr hören. Und auch das ständige Aufzählen "Scrambled Eggs, Fried Eggs, Scrambled Eggs, Scrambled Eggs, Egg Benedigt, Scrambled Eggs".

Ich fühle mich irgendwann einfach unwohl und so sind leider auch diese 2-er-Tische eigentlich echte Katzentische für Garfield - dabei bin ich ja HeinBloed.

Man stelle sich ein Dreieck wie ein "Vorfahrt gewähren" vor. So sind drei Service-Plätze angeordnet. Die obere zeigt nach außen und die anderen beiden Schrägen (Mein Mathematik-Lehrer möge mir verzeihen, dass ich nicht mehr weiss, wie man die Seiten benennt) sind die Stationen nach innen angeordnet. In dem Dreieck ist ein 4-er Tisch noch reingequetscht worden. Man guckt also entweder auf die Servicestationen oder die Wand der Station ohne dass man das Heck sehen kann. Da kann man sich nur fragen, welcher Esel die Konstruktion so eingebaut hat, dass die obere Seite nicht drehen kann und die Servicestation nach innen verlegt um den Gästen den Blick nach außen zu ermöglichen. Vermutlich würde man dann noch versuchen noch einen 2-er-Tisch hier reinzubauen.

QUEEN VICTORIA ist das eleganteste Schiff, das ich bisher kennengelernt habe. Nur hat jemand bei der Planung und Ausführung vergessen, das ganze Mal aus der Sicht der Passagiere zu sehen.

Es gibt aber auch Bereiche, bei dem jemand mitgedacht hat: die öffentlichen Toiletten. Ich muss nichts anfassen, um zumindest die PP benutzen:

Die Türen stehen derzeit wohl wegen Norovirus-Gefahr alle offen (ohne dass man bei den Geschäften zugucken könnte). Dann erfolgt die Spülung durch Lichtsensoren, genauso Wasser und Seife. Und Papierhandtücher (Schmirgelpapierqualität...).

Einfach Klasse!!!

Aber in anderen Bereichen wie z. B. Café Carinthia wurde eine Trennmauer, eine Sitzgruppe und eine Tür zu einem Servicebereich so angeordnet, dass man sich nach fünf Minuten unwohl fühlt, weil es dortzugeht, wie im Taubenschlag und jeder Servicemitarbeiter mit Wagen und Kartons usw. zwischen das Mäuerchen und die Sitzgruppe hindurchzwängen muss.

Auch merkt man es beim Schlafen extrem: die finde die Breite und Länge der Betten extrem kurz. Eigentlich habe ich das Gefühl, dass wir auf der ASUKA II oder NIPPON MARU sind... weil eben Japaner verhältnismäßig klein und schmächtig sind, aber es hat wohl niemand mal in die Statistiken geguckt, dass die nachfolgende Generation aufgrund der Ernährung usw. immer ein wenig größer ist als die vorherige. Siehe auch Duschkopf!

Deswegen kommt wahrscheinlich auch der Eindruck hoch, dass der Gast niemals im Mittelpunkt der ganzen Planungen stand.

Wenn dann die Hardware-Seite nicht stimmt und dazu kommt noch ein Verhältnis 75:25 freundliches/unfreundliches Personal, dann habe einfach ein Problem mit dem Schiff eine Beziehung aufzubauen.

Hinzu kommt noch eines: Ich bin ein großer Fan der Abendunterhaltung - vor allem Produktionsshows. Nur wurde bislang keine gebracht. Auch kein "Appetit"-Happchen am ersten Abend, wie auf anderen Schiffen. Unsere amerikanischen neuen Freunde gehen schon gar nicht mehr hin, weil alles zu sehr dem britischen Geschmack angelehnt ist. Selbst die Produktionsshow hätten sie inhaltlich nicht verstanden, weil denen ein Master of Degree in Britischer Historie aus der Zeit QUEEN VICTORIAs fehlt. Deswegen ärgern wir uns ja abends mit einem Fernseher im Zimmer rum, den man nicht vernünftig laut und leise stellen kann und gehen Wäsche waschen stattdessen.

Ansonsten besteht aber hier ein tolles Angebot. Wir freuen uns auf den Big Band-Abend, haben gestern uns einen Vortrag über die berühmten CUNARD-Schiffe angehört und einen Kurs für ADOBE Photoshop Elements besucht.

Wir freuen uns auf die Fahrt auf der EURODAM, weil wir Glück hatten und auf Deck 6 vorne mal gucken konnten, wie es auf der VISTA-Class ist. So schaffen wir es endlich mal wieder nach oben auf die offenen Decks und entdecken den Wintergarten mit der Live-Musik.







Es ist draußen nicht so kalt: ca. 13°C, ganz schöner Wind und dank "3-Wetter-Taft" sitzen sogar einige hier im Jacuzzi.

Im Lido ist alles so großzügig dimensioniert, dass man niemanden auf die Füße tritt. Was ich jedoch sehr schade finde (und das hatte ich bereits auf der QE2 bemerkt): irgendwie spielen Rollstuhlfahrer im Servicekonzept keine große Rolle. Wäre es nicht selbstvertändlich, dass jemand einen Rollstuhlfahrer zum Büffet begleitet und ihm das Essen zum Platz trägt, statt dass er das Essen auf dem Schoß durch das Lido selbst transportieren muss?

So gehen wir wieder in unser Silicon Valley-Restaurant, dass sich auf Deck 2 und 3 befindet. Wenn man eben Zeit hat, weil der Service nicht so läuft, dann man Zeit sich in Ruhe umzusehen. Mir tun wirklich die Crewmitglieder leid, die das jetzt wegmachen müssen, weil nur gepfuscht wurde.









Wenn also ein Stück fehlt, dann wird es nicht ersetzt oder so dilletantisch geflickt: Hier wird einfach ein Keil in der Breite von 3-5 cm nachgeschnitten und eingepfercht, statt eine neue große Platte zu schneiden.

Ansonsten wurden wir mit an den besten Tisch geführt. Wir verzichten jedoch auf den Tisch und setzen uns zu US-Kreuzfahrern am Nachbartisch und lernen dort Magdalena aus Polen als Kellnerin kennen. Wieder so ein Gegenteil zum Frühstück, die es eigentlich mit ihrem Charme sehr gut schaffen würden, einem einen positiven Push in den Tag zu versetzen. Auf jeden Fall haben wir sehr viel Spaß miteinander. Und angesichts des geplanten Tanztees verzichte ich auf Hauptspeise und Dessert.









Zwischendurch gehen wir mal immer wieder ins Internet-Center. Entweder es funktioniert dort nicht oder auf der Kabine das WLAN auch nicht oder mal läuft das eine und dafür das andere nicht. Auf jeden Fall hat man nicht den Eindruck, dass man sich sonderlich Mühe gibt, das Problem zu beheben. Seit einigen Tagen hängt die Satelliten-Verbindung, so dass wir lt. Anzeige immer noch zwischen Frankreich und den Azoren sind. Auch die Temperatur der Klimaanlage, kann man nicht unbedingt als konstant bezeichnen. Aber vielleicht wurde ja auch bloß mein Zugang gesperrt, damit ich nicht mehr bloggen kann.

Nachmittags testen wir mal wieder die TeaTime aus. Die Sandwiches sind wieder die Toast-Kameraden von der QE2 und sind immer noch "lousy" gegenüber der BLACK PRINCE (2*+). Nur die Kuchenauswahl hier an Bord ist um Längen besser als auch der QE2. Und es wird schöner gelenkt. Weil kein eigener Tisch frei ist, setzen wir uns zu netten englischen Damen, mit denen wir uns angeregt unterhalten. Was wir so in den Gesprächen feststellen: Es ist hier genauso, wie im COSTA-MSC-Thread: Entweder es sind alles Repeater von CUNARD, die keine andere Linie kennen und auch keine andere Meinung zulassen, wie toll es hier ist - oder es sind Leute, die so wie wir illoyal sind und lieber ihre Cruise-Erfahrung auf viele Gesellschaften stützen und dann eigentlich maßlos enttäsucht sind. Wobei viele aber auch sagen: dass sie nur von der QUEEN VICTORIA enttäuscht sind, weil sie es anders auf der QUEEN MARY 2 erlebt haben.













Für diejenigen, die meinen Bericht von der QUEEN ELIZABETH 2 bzw. BLACK PRINCE (2*+, Jahrgang 1966, Fred Olsen Line) nicht kennen nochmals der Vergleich zur TeaTime auf der BLACK PRINCE.

Später geht es wieder in den Commodore Club, um uns im Freundeskreis von Dorothy zu auszutauschen.

Abends müssen wieder wir in den Smoking, obwohl weder Kapitänsempfang oder Ball angesagt ist. Aber um es vorwegzunehmen: wir haben endlich mal Gelegenheit mit unserem Erscheinungsbild einem kleinem Hummerschwanz die notwendige Ehre erweisen können.

Zunächst gibt es wieder eine leichte Enttäuschung am Tisch, als die Speisekarte gereicht wird, weil es wieder nach nichts besonderem aussieht. Erst als wir erklären, was sich hinter "Surf & Turf" versteckt, sieht man eine gewisse Freude, dass wir doch noch zum Hummer kommen. Erstaut bin ich nur über die Äußerung "Meinetwegen muss es kein Hummer sein", aber am Tisch später Surf & Turf hatten...















Schön, war es, dass die Hummerschale vom Fleisch vom Kellner ausgelöst wurde.

Schade war jedoch, dass man nach Baby-Shrimp eher den Eindruck hatte, dass es nur Baby-Lobster gab - eine Fingerschale oder ein Erfrischungstuch sowie ein Teller für die Schalen für die Muscheln fehlte und dass leider das Parfait so amerikanisch süß war, dass 3/3 Portionen, die am Tisch serviert wurden, niemand es bis zur Hälfte geschafft hat.

Eine Alternative zu Surf & Turf waren beispielsweise Käse-Tortellinis - eigentlich war nur eine Option wirklich es wert, sich dafür einen Smoking anzuziehen!

Übrigens sind das unsere guten drei Geister an unserem Tisch:



Edu (rechts), unser Hauptkellner
Servantus (Mitte) unser Hilfskellner
und dann lässt mich leider mein Hirn im Stich - unser Weinkellner, der für mich schon Star ist, weil er uns eben nicht wie den "letzten Dreck" behandelt, sondern respektiert, dass wir Evian trinken und ich eine Soda-Karte nutze. Von ihm können sich viele Weinkellner eine Scheibe abschneiden, weil wir oft sofort wie Luft behandelt werden, wenn wir sagen, dass wir keinen Wein trinken.

Nach dem Essen ziehen wir uns wieder zurück. Smoking zum Essen ja - aber hinterher habe ich es lieber wieder relaxter. Aber da mir ja der eine Gast ja schon erklärt, dass es in seinen Augen unpassend sei. Also wasche im Smoking lieber Wäsche und ziehe mich zwischenzeitlich um, um vom Bett aus in Ruhe endlich "Ratatouille" zu gucken.









Übrigens fehlen Gebrauchsanleitungen für die US-Waschmaschinen. Das Waschpulver einfach in dem Beutelchen gemeinsam in die Trommel werfen. Zum Start der Waschmaschine muss der rechte Knopf gezogen werden. Den Rest sollte man sich selbst übersetzen, bevor man die QUEEN VICTORIA betritt.

Außerdem brauche ich etwas Zeit, um mich auf das Gespräch mit Kapitän Wright vorzubereiten. Meine Bilderdatenbank habe ich ja mit und ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Da die tollen Computer-Kurse immer sehr schnell ausgebucht sind und meine Sekräterin nicht an Bord ist, verzichte ich daruf eine entsprechene PowerPoint-Präsentation und wende das erworbene Wissen aus ADOBE Photoshop Elements an und stelle dem Kapitän eine Diashow zusammen - Graham Mitchell: Sie sehen, auch wenn ich zwischendurch versucht habe die Welle zu fotografieren, die bei uns auf Deck 1 das Fenster gereinigt hat: Ich habe aufgepasst!!!



In diesem Sinne: Es wird besser!!!

HeinBloed

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